Auslobung des 5. Hessischen Preises für Innovation und Gemeinsinn im Wohnungsbau
Unter dem Motto „Mehr Ideen – Weniger Ressourcen“ sollen 2026 vorbildliche Projekte im Mietwohnungsbau in Hessen ausgezeichnet werden, die ab 2021 fertiggestellt wurden, als auch geplante Projekte mit mindestens vier Wohneinheiten, für die eine konkrete Liegenschaft verfügbar ist..
Die teilnehmenden Projekte sollen sich - neben der Bereitstellung eines bezahlbaren, attraktiven und nachfragegerechten Wohnungsangebots - möglichst durch mehrere Aspekte im Hinblick auf Innovation und Gemeinsinn auszeichnen. Hierzu gehören beispielhaft: Nachhaltige Konstruktion und Fertigung, sparsame und intelligente Technik, innovative Materialverwendung bzw. -einsparung, eine flächensparende Bauweise oder Bestandsnutzung und Aktivierung von Raum für Wohnen.
Ebenso wichtig ist, dass die Projekte Wert auf gute Wohnqualität und Architektur legen. Wirtschafts- und Wohnungsbauminister Kaweh Mansoori betont dabei auch das Kriterium des soziales Miteinanders: „Ob in der dichten Stadt oder in den kleinen Städten und Gemeinden unseres ländlichen Raums – wir suchen Projekte, die das Miteinander fördern. Innovation bedeutet für uns auch, soziale Verantwortung zu übernehmen und durch kluge Planung Begegnungsräume zu schaffen, die den Gemeinsinn stärken.“
Der Wettbewerb richtet sich unter anderem an Bauherrschaften, Planer, Wohnungsunternehmen, Kommunen sowie Genossenschaften und Initiativen.
Die Preissumme beträgt insgesamt 75.000 Euro.
Das Verfahren ist zweistufig. Abgabefrist für die erste Stufe ist der 27. März 2026.
Nähere Informationen und Auslobungsunterlagen zum Download finden Sie unter:
https://wirtschaft.hessen.de/wohnen-und-bauen/buendnis-fuer-wohnen
Fotowettbewerb zum Sommer der Wohnprojekte: Wir präsentieren die Gewinner:innen
Fröhliches Lachen im Hof, lebhafte Gespräche im Gemeinschaftsraum und ausgelassene Sommerstimmung zwischen blühenden Beeten und einladenden Bänken – der Hessische Sommer der Wohnprojekte 2025 war voller besonderer Momente. Genau diese Augenblicke haben die teilnehmenden Wohnprojekte für unseren Fotowettbewerb eingefangen.
Zahlreiche Projekte haben Fotos eingereicht und damit eindrucksvoll gezeigt, wie facettenreich, lebendig und herzlich gemeinschaftliches Wohnen in Hessen gelebt wird. Die Bilder erzählen von Begegnungen, Offenheit und dem starken Miteinander, das den Sommer der Wohnprojekte so unverwechselbar gemacht hat. Dank der vielen Einsendungen konnten wir auch nach dem Sommer der Wohnprojekte medial sichtbar machen, wie Wohnprojekte in Hessen Menschen zusammenbringen und Gemeinschaft erlebbar machen.
Die Jury stand vor einer echten Herausforderung – umso mehr freuen wir uns, nun die Gewinnerprojekte präsentieren zu dürfen:
📸 Villa Pappelheim
📸 KlarA stadt.land.gut e.V.
📸 Domino e.G. Gemeinschaftlich Wohnen und Leben
Als Preis erhalten die drei Projekte das Soziokratie-Spiel „KonsenT-Joker“. Damit können Gruppen von 4 bis 9 Personen spielerisch die KonsenT-Moderation entdecken, Entscheidungsprozesse erproben und so die Zusammenarbeit in der Gemeinschaft stärken.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgemacht haben – eure Fotos zeigen eindrucksvoll, was gemeinschaftliches Wohnen wirklich bedeutet: gelebte Verbundenheit, engagiertes Miteinander und jede Menge Lust auf Mehr davon.
Genießen Sie den Sommer der Wohnprojekte nochmal in der Rückschau.
Landesberatungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen in Hessen wird verlängert
Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum hat ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk für alle, die sich für gemeinschaftliches Wohnen engagieren:
Die Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen wird nach fünf erfolgreichen Jahren für mindestens zwei weitere Jahre weitergefördert! Damit würdigt die Landesregierung das große Engagement zivilgesellschaftlicher Initiativen als Schlüssel für die Wohnraumversorgung der Zukunft.
Seit ihrer Gründung ist die Landesberatungsstelle die zentrale Anlaufstelle für gemeinschaftliche Wohnprojekte in Hessen. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnten seit 2021 zahlreiche Projekte realisiert werden.
Der große Bedarf an innovativen Wohnformen zeigt sich nicht nur in der wachsenden Nachfrage, sondern auch im starken Engagement der Hessinnen und Hessen. Ein Highlight war der „Sommer der Wohnprojekte“ 2025, bei dem 70 Initiativen ihre Türen öffneten und mit Besichtigungen sowie kulturellen Veranstaltungen lebendige Nachbarschaften feierten.
Das Team der Landesberatungsstelle vom Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. bleibt weiterhin Ihr verlässlicher Partner und freut sich darauf, Sie auch in den kommenden Jahren bei Ihren Projekten in Stadt und Land zu begleiten.
Zur Pressemitteilung des HMWVW
"Ab in die Mitte" geht in die nächste Runde
Der bewährte hessische Landeswettbewerb ruft für 2026 wieder Kommunen, Vereine, private Initiativen und alle engagierten Innenstadtakteure zur Bewerbung auf. Für die Umsetzung der außergewöhnlichsten Innenstadtprojekte, die wieder Leben in die Stadt bringen, stehen insgesamt 250.000 Euro zur Verfügung. Die besten Ideen haben die Chance, mit einem Preisgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro prämiert zu werden.
Das hessische Wirtschaftsministerium unterstützt lokale Initiativen insbesondere bei der Umsetzung von Vorhaben, die das Stadtleben nachhaltig bereichern und langfristig einen positiven Impuls für die Vitalität der Innenstädte und Ortszentren liefern. Egal ob Pop-up-Cafés auf ehemaligen Parkplatzflächen, offene Werkstätten oder Kreativräume in ehemaligen Ladenleerständen, mobile Bühnen oder grüne Aufenthaltsbereiche: Jede Idee zählt, um die hessischen Stadtzentren attraktiver und lebendiger zu machen.
„Auch 2026 werden im Rahmen des Landeswettbewerbs wieder kreative und engagierte Projekte gesucht, die mit neuen Nutzungskonzepten, innovativen Impulsen sowie gemeinschaftsfördernden Veranstaltungen und Aktionen zeigen, wie vielfältig und lebendig Hessens Innenstädte sein können“, unterstreicht Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori die besondere Bedeutung des Landeswettbewerbs.
Alle Interessierten können bis zum 14. Februar 2026 eine Bewerbung einreichen.
Alle Informationen und Bewerbungsunterlagen sind ab sofort online unter www.abindiemitte-hessen.de abrufbar.
Der Wettbewerb wird ausgerufen vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern, darunter die Fokus Development AG, die Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG, der Hessische Städtetag, der Hessische Städte- und Gemeindebund, der Hessische Industrie- und Handelskammertag, der Handelsverband Hessen, die Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, der DEHOGA Hessen e.V. sowie ab 2026 der Börsenverein des Deutschen Buchhandels
Landtag beschließt hessisches Leerstandsgesetz
Ein starkes Signal gegen spekulativen Leerstand von Wohnraum wurde mit dem Beschluss des Leerstandsgesetzes vom Landtag gesetzt.
Gemeinden mit angespannten Wohnungsmärkten erhalten mit dem Leerstandsgesetz ein wirksames Instrument, um ungerechtfertigt leerstehende Wohnungen wieder in den Wohnungsmarkt zu bringen und Spekulation mit Wohnraum zu beenden. Damit kann die erlaubte Dauer des Leerstands auf sechs Monate begrenzt werden. Wer dagegen verstößt, muss künftig mit spürbaren Sanktionen rechnen.
Wirtschafts-, Energie- und Wohnungsbauminister Kaweh Mansoori betonte: „Langfristiger Leerstand trotz Wohnraummangel ist sozial und wirtschaftlich nicht hinnehmbar. Wer Wohnraum dem Markt bewusst entzieht, während Familien, Azubis oder Pflegekräfte verzweifelt suchen, muss nun mit Konsequenzen rechnen. [...] Jede leerstehende Wohnung, die wir zurück in die Nutzung holen, ist ein Zuhause für Menschen, die dringend eines suchen.[...] Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Bezahlbare Wohnungen sind ein Grundstein für soziale Sicherheit und geben den Menschen einen festen Boden für ihre Lebensplanung."
Nach Verkündung tritt das Gesetz in Kraft und die Kommunen können unmittelbar beginnen, eigene Leerstandssatzungen zu erlassen und so Bestandswohnraum besser schützen und damit der Wohnraumknappheit entgegenwirken.
Zur Pressemitteilung des HMWVW
Land Hessen startet Bauland-Offensive 2.0
Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum (HMWVW) startet das neue Förderprogramm „Bauland-Offensive Hessen 2.0“ (BOH 2.0). Ziel ist es, Städte und Gemeinden mit besonderem Wohnraumbedarf wirkungsvoll bei der Entwicklung von Bauland zu unterstützen. Das Programm fördert die Erstellung von Machbarkeitsstudien und die professionelle Begleitung von Vergabeverfahren, um die Schaffung von zusätzlichen und bezahlbaren Wohnungen zu beschleunigen. Antragsberechtigt sind hessische Städte und Gemeinden mit einem angespannten Wohnungsmarkt, Partnerkommunen des Großen Frankfurter Bogens sowie Mittel- und Oberzentren gemäß dem Landesentwicklungsplan.
Gefördert wird die externe Untersuchung von potenziellen Bauflächen in Machbarkeitsstudien. Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal 50.000 Euro für Machbarkeitsstudien. Außerdem erhalten Kommunen Unterstützung bei der Vergabe der Beauftragung für die Flächenentwicklung, beispielsweise durch Entwicklungsträger. Die Förderung deckt die fachliche und juristische Begleitung des Vergabeverfahrens ab und beträgt bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal 75.000 Euro für Vergabeverfahren.
Anträge können ab sofort online beim HMWVW gestellt werden.
Um das neue Förderangebot detailliert vorzustellen, lädt das Ministerium Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Fachebenen zu drei kostenfreien Informationsveranstaltungen im November ein.
Die genauen Termine und weitere Informationen finden Sie hier.
Zur Pressemitteilung und weiteren Informationen
Bundesweiter Arbeitskreis Kirchenliegenschaften gegründet
Frisch gegründet wurde der AK Kirchenliegenschaften unter dem Dach des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung. Er hat zum Ziel, einen bundesweiten Austausch zu ermöglichen und Strategien zu entwickeln: Wie können geeignete Liegenschaften der Kirche langfristig in eine gemeinwohlorientierte Nutzung übergehen, von der alle Beteiligten profitieren?
Federführend mit dabei ist Birgit Kasper von der Landesberatungsstelle und 2. Vorstandsvorsitzende des FORUM, die bereits gesammelte Erfahrungen aus Frankfurt und Hessen in den bundesweiten Austausch einbringen wird.
Ein erstes Online-Treffen wird am 10.11.2025 stattfinden. Wer sich für das Thema interessiert und sich in den bundesweiten Arbeitskreis einbringen mag, kann sich unter ed.ve-wgf@netfahcsnegeilnehcrik melden.
Pressemitteilung: Hessischer Sommer der Wohnprojekte 2025 - Ein erfolgreicher Auftakt für die Zukunft des Wohnens
Hessen, 30. September 2025 – Unter dem Motto „Gemeinsam wohnen – selbst gestalten“ ging am 30. September der erste Hessische Sommer der Wohnprojekte erfolgreich zu Ende. Über fünf Monate hinweg öffneten in ganz Hessen zahlreiche gemeinschaftliche Wohnprojekte ihre Türen und gaben spannende Einblicke in neue Wohn- und Lebensformen. Mehr als 70 Projekte luden Besucherinnen und Besucher ein, ihre Gemeinschaftsräume, -gärten oder -höfe zu entdecken. Das große Interesse und die Vielfalt der besuchten Projekte machen deutlich: Gemeinschaftliches Wohnen ist längst mehr als eine Nische. Es bietet Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen – von preisstabilem Wohnraum über nachhaltige Lebensweisen bis hin zu sozialem Zusammenhalt.
Der stellvertretende Ministerpräsident und hessische Wohnungsbauminister Kaweh Mansoori, Schirmherr der Veranstaltungsreihe, zieht eine positive Bilanz: „Bürgerschaftliche Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag für neuen Wohnraum. Der Sommer der Wohnprojekte hat eindrucksvoll gezeigt, dass gemeinschaftliches Wohnen ein zukunftsfähiges Modell ist – für Stadt und Land.“
„Die Resonanz aus Städten und Gemeinden sowie aus der Zivilgesellschaft war überwältigend“, betont Afra Höck, Projektleitung der Landesberatungsstelle in Hessen. „Viele Menschen haben neue Ideen mitgenommen, Kontakte geknüpft und erlebt, wie gemeinschaftlicher Wohnungsbau Innovationen schafft. Es wurde klar: Dieses Thema ist nicht mehr wegzudenken, wenn wir zukunftsfähige Lösungen für gutes Wohnen gestalten wollen.“
Der Hessische Sommer der Wohnprojekte 2025 wurde von der Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum organisiert – in Kooperation mit zahlreichen lokalen und regionalen Partnern.
Eine Übersicht der beteiligten Projekte sowie Impressionen der Veranstaltungen sind auf der Webseite der Landesberatungsstelle abrufbar: https://wohnprojekte-hessen.de/sommer25/.
Die Landesberatungsstelle Hessen dankt allen Mitwirkenden und Teilnehmenden für ihr Engagement und lädt dazu ein, die nächsten Schritte gemeinschaftlichen Wohnens in Hessen mitzugestalten.
Kontakt:
Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen
Adickesallee 67/69, Frankfurt am Main
www.wohnprojekte-hessen.de | ed.nesseh-etkejorpnhow@ofni
Tel.: 069 – 95 92 80 81
Gründung des Netzwerk Nordhessen für gemeinschaftliches Wohnen e.V.
Das Netzwerk Nordhessen für gemeinschaftliches Wohnen e.V. (NeNo) geht aus dem „Arbeitskreis gemeinschaftlich Wohnen Kassel“ hervor, der sich bereits seit vielen Jahren mit der Thematik beschäftigt. Gemeinsam mit neuen Mitstreiter:innen aus dem Umland von Kassel hat der AK Gemeinschaftlich Wohnen Mitte Juli den Verein „Netzwerk Nordhessen gemeinschaftlich Wohnen e.V.“ gegründet.
NeNo wurde gegründet um die bereits existierenden Wohnprojekte und -initiativen in Nordhessen bekannter und sichtbarer zu machen und um neue Interessierte sowie bestehende Wohninitiativen dabei zu unterstützten, weitere Wohnprojekte zu gründen.
Weitere Informationen
Rückblick auf die Frankfurter Infobörse
Am 20. September 2025 fand die Infobörse bei strahlendem Spätsommerwetter zum 19. Male statt. Anlässlich des 20-jährigen Vereinsjubiläums des Netzwerks gab das Bühnenprogramm einen Überblick über die Entwicklung des gemeinschaftlichen Wohnens in Frankfurt – gestern, heute und morgen. Eine Ausstellung zeigte Plakate aus dem Archiv des Netzwerks sowie eine Bildershow der rund 30 realisierten Wohnprojekte in Frankfurt.
Die fast 400 Besucherinnen und Besucher tauschten sich an 38 Infoständen mit angehenden Wohninitiativen sowie realisierten Projekten aus Frankfurt und mit zahlreichen Ausstellenden aus der Region aus und hatten die Möglichkeit, mit Banken, Stiftungen, städtischen Ämtern und weiteren unterstützenden Institutionen Kontakte zu knüpfen.
Auch die Hessenschau interessierte sich für die Infobörse und brachte am Abend der Infobörse einen ausführlichen Fernsehbeitrag.
Zum Hessenschau-Beitrag
Zum Foto-Rückblick
Zu den Meilensteinen
Zum FAZ-Artikel
Zum Infobörsen-Interview in Radio-x
Die Frankfurter Informationsbörse für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen wird vom Netzwerk gemeinsam mit dem Amt für Wohnungswesen organisiert. Die nächste Infobörse findet im Herbst 2026 statt.