Konzeptverfahren in Wiesbaden

In Wiesbaden startet das Konzeptverfahren zum Hofgut Klarenthal.
Planungsziel ist die denkmalgerechte Sanierung, der Erhalt und der langfristige Betrieb der Anlage.

Die Konzeptverfahren startet am 27. Februar 2026.
Eine Infoveranstaltung mit Rückfragenkolloquium ist am 18. März 2026.
Die finale Abgabe ist für September 2026 anberaumt.

Weitere Informationen und Unterlagen sind auf der Website der Stadt Wiesbaden zu finden.

Die Stadt Wiesbaden informiert auf der Website auch über weitere Vergaben, wie das am 16. Februar gestartete Bauherrenauswahlverfahren zum Neuen Wohnen in Breckenheim. Planungsziel ist der Bau von Gemeinschaftsnutzungen und Wohnungen für verschiedene Zielgruppen auf einem ehemaligen Schulgelände im alten Ortskern Breckenheims. Zur Bewerbung sind Bauträger, Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften oder ähnliche Unternehmen aufgefordert. Gemeinwohlorientierte Unternehmen werden bei der Auswahl bevorzugt.

Rückblick: Die Landesberatungsstelle im Jahr 2025

Ausgewählte Highlights im Jahr 2025

Regionale Vernetzungs- und Beratungsstrukturen stärken!
Erfolgreiche Auftaktveranstaltung der regionalen Beratungsstelle Spessart, Februar 2025

Ziel der Landesberatungsstelle ist es, das Beratungsangebot für gemeinschaftliches Wohnen in Hessen durch die Stärkung regionaler Netzwerke und Anlaufstellen auszubauen. Das Jahr 2025 begann ganz zu unserer Freude mit der Auftaktveranstaltung der regionalen Beratungsstelle Spessart. Die Vernetzungs- und Beratungsstelle „Gemeinschaftliches Wohnen im Spessart“ startete mit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung: Über 90 Interessierte, darunter Vertreter:innen aus Kommunen und verschiedene Wohninitiativen, nutzten den Tag zum Austausch über gemeinschaftliches Wohnen in der ländlichen Region. Die enge Kooperation zwischen der Landesberatungsstelle und der regionalen Netzwerkstelle stärkt die lokale Beratung und den Aufbau eines dauerhaften Unterstützungsangebots für gemeinschaftliche Wohnprojekte im Spessart.

Weitere Entwicklungen konnten wir 2025 mit begleiten: Auch im Vogelsberg gibt es nun über das Projekt „Wohnen im Wandel im Vogelsberg“ seit 2025 eine regionale Anlaufstelle. Und die AG Gemeinschaftliches Wohnen in Kassel hat sich mit der Gründung des NeNo e.V. ins Kassler Umland ausgeweitet.

Weitere regionalen Anlaufstellen in Hessen finden Sie auf unserer Website.

Wir sind keine Nische mehr!
Der Sommer der Wohnprojekte in Hessen feierlich eröffnet, Mai 2025

Die Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen organisierte im Jahr 2025 zusammen mit zahlreichen hessischen Partner:innen den ersten Sommer der Wohnprojekte – eine mehrmonatige Veranstaltungsreihe, die vom 2. Mai bis 30. September 2025 stattfand und am Ende über 70 Wohnprojekte in ganz Hessen präsentierte. Die feierliche Eröffnung im Genossenschaftsprojekt „Gemeinsam ins Alter“ in Schwalmstadt wurde durch den Hessischen Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Kaweh Mansoori als Schirmherr eingeläutet und bot Einblicke in gemeinschaftliches Wohnen im Alter. Die Landesberatungsstelle gab dabei fachliche Impulse, stellte die Vielfalt gemeinschaftlicher Wohnformen vor und verdeutlichte, wie Projekte Impulse für bezahlbaren, nachhaltigen und gemeinschaftlichen Wohnraum geben können. Über die gesamte Saison ermöglichten Führungen, Workshops und Diskussionen den Besucher:innen direkte Begegnungen mit realisierten Wohnprojekten und den Menschen dahinter.

Mit diesem Format stärkte die Landesberatungsstelle die Sichtbarkeit gemeinschaftlicher Wohnformen und förderte den Austausch zwischen Initiativen, Interessierten und der breiten Öffentlichkeit. Einen Rückblick zum Sommer der Wohnprojekte finden Sie hier und am Ende dieser Seite.

Umnutzung von Kirchenliegenschaften!
Gemeinschaftliches Wohnen beim Deutschen Kirchentag, Mai 2025

Im Rahmen des Deutschen Kirchentages fand am 3. Mai die Podiumsdiskussion „Wohnen im Wandel – bei Oma ist noch Platz“ statt. Birgit Kasper, geschäftsstellende Leiterin der Landesberatungsstelle Hessen, war auf dem Podium vertreten und diskutierte u.a. mit Olaf Lies, dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten vor ca. 1500 Besucher:innen. Sie setzte sich u.a. für den Aufbau von landesweiten Beratungs- und Koordinierungsstellen für gemeinschaftliches Wohnen in allen Bundesländern ein.

Wie gemeinschaftliches Wohnen zu einer gemeinwohlorientierten Umnutzung beitragen kann, zeigt die Ausstellung „Heilige Räume, neue Konzepte“ des Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. Die Landesberatungsstelle hat die Ausstellung dieses Jahr auch an verschiedene Orte mitgebracht und mitbegleitet, z.B. nach Bad Wildungen, Friedberg, Seeheim und Alzey.

Infos zur Ausstellung „Heilige Räume, neue Konzepte“ finden Sie hier.

Türen auf für gemeinschaftliches Wohnen!
Wohnprojekttage in fünf hessischen Städten

Wenn sich die Wohnprojekte einer Stadt zusammentun und zum jährlichen Tag des offenen Wohnprojekts einladen, entstehen nicht nur Sichtbarkeit und politische Aufmerksamkeit, sondern vor allem großartige Momente. Auch in Offenbach, Wiesbaden, Marburg, Frankfurt und Kassel fanden im Jahr 2025 Wohnprojekttage statt, die von lokalen Netzwerken und Initiativen umgesetzt wurden. Als Teil des hessischen Sommers der Wohnprojekte öffneten dort zahlreiche gemeinschaftliche Wohnprojekte ihre Türen, Höfe und Gemeinschaftsräume und luden Interessierte zu Begegnung, Austausch und Einblicken in den Wohnalltag ein. Besucher:innen konnten die Projekte individuell erkunden oder an geführten Rundgängen teilnehmen und so unterschiedliche Formen gemeinschaftlichen Wohnens kennenlernen. In Gesprächen mit Bewohner:innen, Initiativen und Projektverantwortlichen wurde deutlich, wie vielfältig und lebendig gemeinschaftliche Wohnkonzepte in Hessen umgesetzt werden.

Stadt-Land-Verbindung auf dem Wohnprojektetag in Nordhessen!
Die lokale Beratungsstelle NeNo stellt sich vor, August 2025

Am Samstag, den 16. August 2025, war es wieder so weit: Wohnprojekte in Kassel und Nordhessen öffneten ihre Türen, Küchen, Gärten und Gemeinschaftsräume für interessierte Besucher*innen. Bei bestem Sommerwetter zeigte sich die Vielfalt gemeinschaftlicher Wohnformen – von der Clusterwohnung bis zum Wagenplatz, vom Mietwohnprojekt bis zur Kommune. Doch auch mit Blick auf den Ausbau der regionalen Beratungsangebote für gemeinschaftliches Wohnen in Hessen, war der Tag ein voller Erfolg für die Landesberatungsstelle. Allein rund 100 Besucher*innen kamen zur Auftaktveranstaltung im Rathaus Kassel, bei der nicht nur der Oberbürgermeister begrüßte, sondern auch der frisch gegründete Verein NeNo e.V. – Netzwerk Nordhessen für gemeinschaftliches Wohnen. Dieser geht aus der Arbeitsgruppe gemeinschaftliches Wohnen in Kassel hervor und wird von nun an als Anlaufstelle für Wohnprojekte in Kassel und Region agieren. Afra Höck von der Landesberatungsstelle Hessen gab in ihrem Impulsvortrag einen fundierten Überblick über die Entwicklungen gemeinschaftlichen Wohnens in Hessen.

Die Stadt-Land-Verbindung, die NeNo e.V. schafft, ist bedeutsam für die gemeinwohlorientierte Wohnraumversorgung in Nordhessen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Die Landesberatungsstelle koordiniert eine Arbeitsgruppe für die regionalen Beratungsstrukturen und lädt zum Erfahrungsaustausch ein. Alle Arbeitsgruppen der Landesberatungsstelle finden Sie hier.

Dachstrukturen für gemeinschaftliches Wohnen!
Fachaustausch in Marburg, Oktober 2025

Im Rahmen der Fachexkursion der AG Hessische Konzeptverfahren traf sich die Landesberatungsstelle gemeinsam mit Fachleuten, hessischen Verwaltungsangestellten und Initiativen mit dem Konzeptverfahren am Oberen Rotenberg der Stadt Marburg. Ergänzend wurden mehrere realisierte Wohnprojekte aller Generationen besucht, darunter das Wohnprojekt WoGe sowie das Projekt Teichwiesel, und Erfahrungen aus unterschiedlichen Phasen gemeinschaftlichen Bauens diskutiert. Die Landesberatungsstelle moderierte den fachlichen Austausch und stellte den Bezug zu Herausforderungen und Potenzialen gemeinwohlorientierter Wohnprojekte her. Im Anschluss beteiligte sie sich an der Fachtagung der Stadt Marburg zum Thema Dachgenossenschaften, bei der u. a. die GWSBG, die Lebenspark eG und die zukunftsraum eG ihre Modelle vorstellten.

Spatenstiche und Umzugskartons!
Realisierte Wohnprojekte 2025

Vielerorts konnten in Hessen 2025 Wohnprojekte einziehen oder von ihrer Planung in die Bauphase übergehen. So bezogen in Frankfurt beispielsweise die Wohnprojekte Kolle und Sonora eG ihre Wohnungen. In Gernsheim wurde der Spatenstich für das inklusive Wohnprojekt der Nieder-Ramstädter Diakonie gefeiert, in Offenbach das Richtfest in der Hau-Fabrik der Creativ-Häuser eG. Andernorts laufen die Planungen auf Hochtouren, wie beispielsweise auf dem Heidehof in Schönstadt-Cölbe, in Kaufungen beim Kirschplatz und der Gemeinschaftliches Wohnen in Kaufungen eG.

Städte und Kommunen können zum Gelingen von Wohnprojekten beitragen, in dem sie beispielsweise Grundstücke in einem Konzeptverfahren vergeben. Die Landesberatungstelle unterstützt Verwaltungsmitarbeiter:innen und Institutionen auf diesem Weg. 2025 konnten in Kelkheim und Offenbach Konzeptverfahren mit Hilfe der Landesberatungsstelle gestartet werden, sodass wir uns dort ab 2026 auf die Realisierung von Projekten freuen dürfen.

Veranstaltungsreihe:
"Kommunikation, Dynamik und Konflikte"

Im Sommer und Herbst 2025 begleitete die Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen eine vierteilige Veranstaltungsreihe zu Kommunikation, Gruppendynamik und Konfliktbearbeitung im gemeinschaftlichen Wohnen. Gemeinsam mit dem Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen wurden zentrale Herausforderungen des Zusammenlebens praxisnah aufgegriffen. Mit drei Präsenzterminen in Frankfurt und einer hessenweiten online Veranstaltung wurde ein breites Spektrum an wichtigen Themen für das Zusammenwohnen bearbeitet – von zugewandter Kommunikation über Macht- und Gruppendynamiken bis hin zu konkreten Werkzeugen der Konfliktbearbeitung. So wurde ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung und Weiterentwicklung gemeinschaftlicher Wohnprojekte geleistet.

Weiterförderung durch das Land Hessen:
Landesberatungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen in Hessen wird verlängert, Dezember 2025

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum hatte 2025 ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk für alle, die sich für gemeinschaftliches Wohnen engagieren: Die Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen wird nach fünf erfolgreichen Jahren für mindestens zwei weitere Jahre gefördert! Damit würdigt die Landesregierung das große Engagement zivilgesellschaftlicher Initiativen als Schlüssel für die Wohnraumversorgung der Zukunft.

Seit ihrer Gründung ist die Landesberatungsstelle die zentrale Anlaufstelle für gemeinschaftliche Wohnprojekte in Hessen. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnten seit 2021 zahlreiche Projekte realisiert werden. Der große Bedarf an innovativen Wohnformen zeigt sich nicht nur in der wachsenden Nachfrage, sondern auch im starken Engagement der Hessinnen und Hessen. Die Landesberatungsstelle hat bspw. im Jahr 2025 insgesamt 212 Beratungen durchgeführt, 13 Veranstaltungen organisiert sowie auf 26 Veranstaltungen in ganz Hessen fachliche Impule gegeben. Wir freuen uns auch 2026 für und mit Hessen gemeinschaftliches Wohnen zu realiseren. 

Das Team der Landesberatungsstelle vom Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. konnte bei der EU-weiten Ausschreibung überzeugen und bleibt weiterhin Ihr verlässlicher Partner und freut sich darauf, Sie auch in den kommenden Jahren bei Ihren Projekten in Stadt und Land zu begleiten.

Fotowettbewerb zum Sommer der Wohnprojekte: Wir präsentieren die Gewinner:innen

Fröhliches Lachen im Hof, lebhafte Gespräche im Gemeinschaftsraum und ausgelassene Sommerstimmung zwischen blühenden Beeten und einladenden Bänken – der Hessische Sommer der Wohnprojekte 2025 war voller besonderer Momente. Genau diese Augenblicke haben die teilnehmenden Wohnprojekte für unseren Fotowettbewerb eingefangen.

Zahlreiche Projekte haben Fotos eingereicht und damit eindrucksvoll gezeigt, wie facettenreich, lebendig und herzlich gemeinschaftliches Wohnen in Hessen gelebt wird. Die Bilder erzählen von Begegnungen, Offenheit und dem starken Miteinander, das den Sommer der Wohnprojekte so unverwechselbar gemacht hat. Dank der vielen Einsendungen konnten wir auch nach dem Sommer der Wohnprojekte medial sichtbar machen, wie Wohnprojekte in Hessen Menschen zusammenbringen und Gemeinschaft erlebbar machen.

Die Jury stand vor einer echten Herausforderung – umso mehr freuen wir uns, nun die Gewinnerprojekte präsentieren zu dürfen:
📸 Villa Pappelheim
📸 Domino e.G. Gemeinschaftlich Wohnen und Leben
📸 KlarA stadt.land.gut e.V

Als Preis erhalten die drei Projekte das Soziokratie-Spiel „KonsenT-Joker“. Damit können Gruppen von 4 bis 9 Personen spielerisch die KonsenT-Moderation entdecken, Entscheidungsprozesse erproben und so die Zusammenarbeit in der Gemeinschaft stärken.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgemacht haben – eure Fotos zeigen eindrucksvoll, was gemeinschaftliches Wohnen wirklich bedeutet: gelebte Verbundenheit, engagiertes Miteinander und jede Menge Lust auf Mehr davon.

Genießen Sie den Sommer der Wohnprojekte nochmal in der Rückschau.

 

Landesberatungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen in Hessen wird verlängert

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum hat ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk für alle, die sich für gemeinschaftliches Wohnen engagieren:
Die Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen wird nach fünf erfolgreichen Jahren für mindestens zwei weitere Jahre weitergefördert! Damit würdigt die Landesregierung das große Engagement zivilgesellschaftlicher Initiativen als Schlüssel für die Wohnraumversorgung der Zukunft.

Seit ihrer Gründung ist die Landesberatungsstelle die zentrale Anlaufstelle für gemeinschaftliche Wohnprojekte in Hessen. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnten seit 2021 zahlreiche Projekte realisiert werden.
Der große Bedarf an innovativen Wohnformen zeigt sich nicht nur in der wachsenden Nachfrage, sondern auch im starken Engagement der Hessinnen und Hessen. Ein Highlight war der „Sommer der Wohnprojekte“ 2025, bei dem 70 Initiativen ihre Türen öffneten und mit Besichtigungen sowie kulturellen Veranstaltungen lebendige Nachbarschaften feierten.

Das Team der Landesberatungsstelle vom Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. bleibt weiterhin Ihr verlässlicher Partner und freut sich darauf, Sie auch in den kommenden Jahren bei Ihren Projekten in Stadt und Land zu begleiten.

Zur Pressemitteilung des HMWVW

Landtag beschließt hessisches Leerstandsgesetz

Ein starkes Signal gegen spekulativen Leerstand von Wohnraum wurde mit dem Beschluss des Leerstandsgesetzes vom Landtag gesetzt.

Gemeinden mit angespannten Wohnungsmärkten erhalten mit dem Leerstandsgesetz ein wirksames Instrument, um ungerechtfertigt leerstehende Wohnungen wieder in den Wohnungsmarkt zu bringen und Spekulation mit Wohnraum zu beenden. Damit kann die erlaubte Dauer des Leerstands auf sechs Monate begrenzt werden. Wer dagegen verstößt, muss künftig mit spürbaren Sanktionen rechnen.

Wirtschafts-, Energie- und Wohnungsbauminister Kaweh Mansoori betonte: „Langfristiger Leerstand trotz Wohnraummangel ist sozial und wirtschaftlich nicht hinnehmbar. Wer Wohnraum dem Markt bewusst entzieht, während Familien, Azubis oder Pflegekräfte verzweifelt suchen, muss nun mit Konsequenzen rechnen. [...] Jede leerstehende Wohnung, die wir zurück in die Nutzung holen, ist ein Zuhause für Menschen, die dringend eines suchen.[...] Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Bezahlbare Wohnungen sind ein Grundstein für soziale Sicherheit und geben den Menschen einen festen Boden für ihre Lebensplanung."

Nach Verkündung tritt das Gesetz  in Kraft und die Kommunen können unmittelbar beginnen, eigene Leerstandssatzungen zu erlassen und so Bestandswohnraum besser schützen und damit der Wohnraumknappheit entgegenwirken.

Zur Pressemitteilung des HMWVW

 

Land Hessen startet Bauland-Offensive 2.0

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum (HMWVW) startet das neue Förderprogramm „Bauland-Offensive Hessen 2.0“ (BOH 2.0). Ziel ist es, Städte und Gemeinden mit besonderem Wohnraumbedarf wirkungsvoll bei der Entwicklung von Bauland zu unterstützen. Das Programm fördert die Erstellung von Machbarkeitsstudien und die professionelle Begleitung von Vergabeverfahren, um die Schaffung von zusätzlichen und bezahlbaren Wohnungen zu beschleunigen. Antragsberechtigt sind hessische Städte und Gemeinden mit einem angespannten Wohnungsmarkt, Partnerkommunen des Großen Frankfurter Bogens sowie Mittel- und Oberzentren gemäß dem Landesentwicklungsplan.

Gefördert wird die externe Untersuchung von potenziellen Bauflächen in Machbarkeitsstudien. Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal 50.000 Euro für Machbarkeitsstudien. Außerdem erhalten Kommunen Unterstützung bei der Vergabe der Beauftragung für die Flächenentwicklung, beispielsweise durch Entwicklungsträger. Die Förderung deckt die fachliche und juristische Begleitung des Vergabeverfahrens ab und beträgt bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal 75.000 Euro für Vergabeverfahren.
Anträge können ab sofort online beim HMWVW gestellt werden.

Um das neue Förderangebot detailliert vorzustellen, lädt das Ministerium Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Fachebenen zu drei kostenfreien Informationsveranstaltungen im November ein.
Die genauen Termine und weitere Informationen finden Sie hier.

Zur Pressemitteilung und weiteren Informationen

Bundesweiter Arbeitskreis Kirchenliegenschaften gegründet

Frisch gegründet wurde der AK Kirchenliegenschaften unter dem Dach des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung. Er hat zum Ziel, einen bundesweiten Austausch zu ermöglichen und Strategien zu entwickeln: Wie können geeignete Liegenschaften der Kirche langfristig in eine gemeinwohlorientierte Nutzung übergehen, von der alle Beteiligten profitieren?

Federführend mit dabei ist Birgit Kasper von der Landesberatungsstelle und 2. Vorstandsvorsitzende des FORUM, die bereits gesammelte Erfahrungen aus Frankfurt und Hessen in den bundesweiten Austausch einbringen wird.

Ein erstes Online-Treffen wird am 10.11.2025 stattfinden. Wer sich für das Thema interessiert und sich in den bundesweiten Arbeitskreis einbringen mag, kann sich unter ed.ve-wgf@netfahcsnegeilnehcrik melden.

 

Pressemitteilung: Hessischer Sommer der Wohnprojekte 2025 - Ein erfolgreicher Auftakt für die Zukunft des Wohnens

Hessen, 30. September 2025 – Unter dem Motto „Gemeinsam wohnen – selbst gestalten“ ging am 30. September der erste Hessische Sommer der Wohnprojekte erfolgreich zu Ende. Über fünf Monate hinweg öffneten in ganz Hessen zahlreiche gemeinschaftliche Wohnprojekte ihre Türen und gaben spannende Einblicke in neue Wohn- und Lebensformen. Mehr als 70 Projekte luden Besucherinnen und Besucher ein, ihre Gemeinschaftsräume, -gärten oder -höfe zu entdecken. Das große Interesse und die Vielfalt der besuchten Projekte machen deutlich: Gemeinschaftliches Wohnen ist längst mehr als eine Nische. Es bietet Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen – von preisstabilem Wohnraum über nachhaltige Lebensweisen bis hin zu sozialem Zusammenhalt.

Der stellvertretende Ministerpräsident und hessische Wohnungsbauminister Kaweh Mansoori, Schirmherr der Veranstaltungsreihe, zieht eine positive Bilanz: „Bürgerschaftliche Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag für neuen Wohnraum. Der Sommer der Wohnprojekte hat eindrucksvoll gezeigt, dass gemeinschaftliches Wohnen ein zukunftsfähiges Modell ist – für Stadt und Land.“

„Die Resonanz aus Städten und Gemeinden sowie aus der Zivilgesellschaft war überwältigend“, betont Afra Höck, Projektleitung der Landesberatungsstelle in Hessen. „Viele Menschen haben neue Ideen mitgenommen, Kontakte geknüpft und erlebt, wie gemeinschaftlicher Wohnungsbau Innovationen schafft. Es wurde klar: Dieses Thema ist nicht mehr wegzudenken, wenn wir zukunftsfähige Lösungen für gutes Wohnen gestalten wollen.“

Der Hessische Sommer der Wohnprojekte 2025 wurde von der Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum organisiert – in Kooperation mit zahlreichen lokalen und regionalen Partnern.

Eine Übersicht der beteiligten Projekte sowie Impressionen der Veranstaltungen sind auf der Webseite der Landesberatungsstelle abrufbar: https://wohnprojekte-hessen.de/sommer25/.

Die Landesberatungsstelle Hessen dankt allen Mitwirkenden und Teilnehmenden für ihr Engagement und lädt dazu ein, die nächsten Schritte gemeinschaftlichen Wohnens in Hessen mitzugestalten.

Kontakt:                                                                                                      
Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen
Adickesallee 67/69, Frankfurt am Main
www.wohnprojekte-hessen.de | ed.nesseh-etkejorpnhow@ofni
Tel.: 069 – 95 92 80 81

Gründung des Netzwerk Nordhessen für gemeinschaftliches Wohnen e.V.

Das Netzwerk Nordhessen für gemeinschaftliches Wohnen e.V. (NeNo) geht aus dem „Arbeitskreis gemeinschaftlich Wohnen Kassel“ hervor, der sich bereits seit vielen Jahren mit der Thematik beschäftigt. Gemeinsam mit neuen Mitstreiter:innen aus dem Umland von Kassel hat der AK Gemeinschaftlich Wohnen Mitte Juli den Verein „Netzwerk Nordhessen gemeinschaftlich Wohnen e.V.“ gegründet.

NeNo wurde gegründet um die bereits existierenden Wohnprojekte und -initiativen in Nordhessen bekannter und sichtbarer zu machen und um neue Interessierte sowie bestehende Wohninitiativen dabei zu unterstützten, weitere Wohnprojekte zu gründen.

Weitere Informationen

 

Rückblick auf die Frankfurter Infobörse

Am 20. September 2025 fand die Infobörse bei strahlendem Spätsommerwetter zum 19. Male statt. Anlässlich des 20-jährigen Vereinsjubiläums des Netzwerks gab das Bühnenprogramm einen Überblick über die Entwicklung des gemeinschaftlichen Wohnens in Frankfurt – gestern, heute und morgen. Eine Ausstellung zeigte Plakate aus dem Archiv des Netzwerks sowie eine Bildershow der rund 30 realisierten Wohnprojekte in Frankfurt.

Die fast 400 Besucherinnen und Besucher tauschten sich an 38 Infoständen mit angehenden Wohninitiativen sowie realisierten Projekten aus Frankfurt und mit zahlreichen Ausstellenden aus der Region aus und hatten die Möglichkeit, mit Banken, Stiftungen, städtischen Ämtern und weiteren unterstützenden Institutionen Kontakte zu knüpfen. 

Auch die Hessenschau interessierte sich für die Infobörse und brachte am Abend der Infobörse einen ausführlichen Fernsehbeitrag.

Zum Hessenschau-Beitrag

Zum Foto-Rückblick

Zu den Meilensteinen

Zum FAZ-Artikel

Zum Infobörsen-Interview in Radio-x

Die Frankfurter Informationsbörse für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen wird vom Netzwerk gemeinsam mit dem Amt für Wohnungswesen organisiert. Die nächste Infobörse findet im Herbst 2026 statt.