Beispielprozess: Neuaufnahmen in Wohnprojekte

Beim Online-Themenabend des Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen war das genossenschaftliche Wohnprojekt Hof Sonntag aus Niedersachsen zu Gast und referierte zum Thema "Neuaufnahmen in Wohnprojekte".

Jedes Wohnprojekt – ob frisch gegründete Gruppe oder seit Jahrzehnten wohnende Gemeinschaft – alle stehen von Zeit zu Zeit wieder vor der Frage: Wie finden wir bei Wachstum oder Wechsel neue passende Mitbewohner:innen? Mit Lust auf Gemeinschaft, Engagement und Zeit für Selbstorganisation?

Ein Mitglied vom Hof Sonntag schilderte, wie sie den Info-, Kennenlern- und Auswahlprozess von neuen Mitgliedern in ihrem Wohnprojekt gestalten.

Sie haben sich viele Gedanken über einen effektiven Prozess gemacht, um die Ressourcen in Grenzen zu halten und dennoch Menschen zu finden, die gut zum Projekt passen. Wer Nachlesen möchte, wie das Wohnprojekt Hof Sonntag den Prozess strukturiert, kann sich die Präsentation anschauen.

Wettbewerbsankündigung: GFB-Zukunftspreis

Mit dem Großer Frankfurter Bogen-Zukunftspreis werden beispielgebende Ideen und inspirierende Projekte in verschiedensten Handlungsfeldern ausgezeichnet. Sie sollen zeigen, wie die Schaffung von mehr bezahlbaren Wohnungen und eine nachhaltige Stadtentwicklung in hessischen Städten und Gemeinden weitergedacht werden kann.

Wie kann der Wohnungs- und Städtebau in und für die Partnerkommunen des Großen Frankfurter Bogens (GFB) weitergedacht werden? Beispielgebende und kreative Ideen, die hierzu zu Antworten beitragen, können sich bis zum 1. Oktober 2024 für die letzte Wettbewerbsrunde des GFB-Zukunftspreises bewerben. Ob beispielgebendes Wohnungsbauvorhaben oder Aktionen fürs Quartier: Alle mit guten Ideen und Projekten zur Zukunft des Wohnens und fürs gute Zusammenleben sind zur Teilnahme eingeladen

Der GFB-Zukunftspreis wird dreimal im Jahr ausgeschrieben. Bewerbungsfrist für die letzte Runde in diesem Jahr ist der 1. Oktober 2024.

Alle Informationen zum Wettbewerb und zur Teilnahmen finden Sie hier.

Ideenwettbewerb zum Einsatz von Open Data in ländlichen Kommunen

Mit "Land.OpenData – Ideenwettbewerb" fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) die Weiterentwicklung modellhafter und innovativer Projektideen, in denen Open Data in ländlichen Kommunen zum Einsatz kommen.
Die Bereitstellung offener Daten (Open Data) durch die öffentliche Verwaltung bietet einen hervorragenden Hebel, um die Entwicklung ländlicher Räume voranzutreiben. Sie stimulieren innovative Ideen, ermöglichen zivilgesellschaftliche Beteiligung, treiben wirtschaftliches Wachstum voran und bewirken auf diese Weise gemeinwohlorientiertes Handeln. Damit eine solche Vision Wirklichkeit wird, müssen Projekte entwickelt werden, die an den spezifischen Bedarfen der ländlichen Bevölkerung ausgerichtet sind.

Die Projekte können in einem Zeitraum von bis zu 12 Monaten durchgeführt werden. Die Fördersumme beträgt maximal 50.000 Euro.
Antragsberechtigt sind ausschließlich Kommunen und Landkreise sowie andere Gemeindeverbände in ländlichen Räumen in der Bundesrepublik Deutschland.

Projektskizzen können bis zum 15. August 2024 beim Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (KomLE) eingereicht werden.

Weitere Informationen und Bekanntmachung.

Kabinett beschließt Neue Wohngemeinnützigkeit

Das Bundeskabinett hat am 5. Juni 2024 den Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2024 beschlossen. Unter anderem wird das Thema "Wohnen" in der Abgabenordnung als gemeinnütziger Zweck ergänzt. Damit scheint die Neue Wohngemeinnützigkeit (NWG) umgesetzt zu werden. Grob bedeutet dies eine Steuererleichterung für Träger, die dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen.
Die Freude, dass diese neuen Regelungen den gemeinwohlorientierten Wohnungssektor stärken werden, ist noch verhalten. Inwieweit die Neue Wohngemeinnützigkeit auch den gemeinschaftlichen Wohnprojekten zugute kommt, bleibt noch offen, bis weitere Details geklärt sind.

Wer sich intensiver mit dem Thema Neue Wohngemeinnützigkeit befassen will, kann sich die Pressemitteilung zum Kabinettsbeschluss durchlesen oder die Freihaus-Nr.27, in der die Stattbau Hamburg sich intensiv dem Thema aus mehreren Perspektiven widmet.

Innovative Wohnformen gesucht!

Für das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sucht die InWIS Forschung & Beratung GmbH aus Bochum innovative Projekte, um von ihnen zu lernen.

Im Rahmen des Projekts „Innovative Wohnformen – Best-Practices, Projektionen und Realisierungsbedingungen“ sollen die „Leitplanken“ innovativer Wohnformen analysiert und eine Projektlandkarte für innovative Wohnprojekte in Deutschland erarbeitet werden, um Bauherren, Baugruppen oder auch Kommunen kreative Beispiele für die Verwirklichung innovativer Wohnformen an die Hand zu geben.

Wenn Sie ein innovatives Wohnprojekt kennen, selbst eines verwirklicht haben oder in einem wohnen, dann unterstützen Sie gerne das Projekt durch die Beteiligung an einer Umfrage.

Hier geht es direkt zur Umfrage.

Weitere Informationen zum Forschungsvorhaben finden Sie beim BBSR.

Wenn Sie Fragen zum Projekt oder zur Erhebung und Befragung haben, können Sie eine Mail an ed.siwni@gnuhcsrofsgnuniem schreiben, oder bei der Hotline anrufen: 0800 5700200

Bis zum 30. September für den Deutschen Städtebaupreis 2025 bewerben

Städte und Gemeinden haben seit dem 1. April bis zum 30. September 2024 die Möglichkeit, sich für den Deutschen Städtebaupreis 2025 zu bewerben.

Der Preis ist mit insgesamt 25.000 € dotiert und wird seit über 40 Jahren verliehen, um eine innovative Planungs- und Stadtbaukultur zu fördern. Er wird ausgelobt von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) und von der Wüstenrot Stiftung gefördert.

Gesucht werden städtebauliche Projekte, die durch ihre nachhaltigen und innovativen Ansätze zur Stadtbaukultur beitragen.

Weitere Informationen, zum Flyer und zur Bewerbung.

Deutscher Nachbarschaftspreis für engagierte Nachbarschaftsprojekte

Die nebenan.de Stiftung ist auch in diesem Jahr auf der Suche nach Projekten und Initiativen, die sich für lebendige und lebenswerte Nachbarschaften einsetzen und das gesellschaftliche Miteinander stärken. Vom 6. Juni bis zum 18. Juli 2024 können sich nachbarschaftliche Initiativen und Projekte aus ganz Deutschland bewerben und bis zu 5.000 Euro gewinnen.

Von inklusiver Nachbarschaftshilfe über Nachbar:innen, die ihr Viertel begrünen, bis hin zu Begegnungsprojekten zwischen älteren und jüngeren Menschen – der Deutsche Nachbarschaftspreis sucht nachbarschaftliches Engagement aus allen Lebensbereichen!

Weitere Informationen und Materialien zum Download

Bewerbungsphase für das DSEE-Programm 100xDigital geöffnet

Mit dem Programm 100xDigital unterstützt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt deutschlandweit 100 gemeinnützige Organisationen aus unterschiedlichen Engagement-Feldern beim digitalen Wandel. Der Fokus des Programms liegt auf einem ganzheitlichen und nachhaltigen Entwicklungsprozess innerhalb der Organisation und fördert die Umsetzung eines Digitalisierungsvorhaben inklusive der Prozessbegleitung, Fort- und Weiterbildungen und auch Vernetzung mit der 100xDigital-Community.

Bis zum 26. Juni können sich gemeinnützige Organisationen bewerben, die sich einer konkreten Herausforderung des digitalen Wandels stellen wollen.

Weitere Informationen und zur Online-Bewerbung

Auslobung des hessischen Demografie-Preises 2024

Die Hessische Staatskanzlei zeichnet 2024 zum 15. Mal Initiativen aus, die sich den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen.

Gesucht werden innovative Projekte zur Gestaltung der Herausforderungen des demografischen Wandels im ländlichen Raum, die sich bereits bewährt haben.

Wenn Sie eine frische und innovative Idee erfolgreich umgesetzt haben und sie in einem der Themenfelder: Jugend, Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Fachkräfte und Familienfreundlichkeit, Innenentwicklung und Infrastruktur, Grundversorgung und Mobilität, Seniorinnen und Senioren oder Kultur und Tradition, verorten können, dann bewerben Sie sich bis zum 10. Juli 2024 beim Demografie-Preis.

Bewerben können sich Vereine, Stiftungen, Genossenschaften, Initiativen, Kirchen, Kommunen, gemeinnützige Einrichtungen und Unternehmen, die sich mit einem Projekt dafür einsetzen, dass es sich auch in Zukunft auf dem Land gut leben lässt.

Die Bewerbung kann online über ein Formular eingereicht werden, das Preisgeld beträgt insgesamt 24.000 Euro.

Hier finden Sie die Auslobung des Demografie-Preises 2024, ein kurzes Infoblatt sowie ein Muster des Online-Bewerbungsbogens.

Weitere Informationen und auf hessen.de

In Gernsheim entsteht ein inklusives gemeinschaftliches Wohnprojekt

Die Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) baut derzeit in Gernsheim ein gemeinschaftliches Wohnprojekt. Als große Trägerin der Eingliederungshilfe ermöglicht die NRD ein inklusives Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Die Idee hinter dem im Bau befindlichen Wohnprojekt ist, dass alle Mieter:innen gleich sind, egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung. Alle unterstützen sich im täglichen Miteinander, helfen sich gegenseitig im Alltag und begegnen sich auf Augenhöhe.
Drei barrierefreie Häuser baut die NRD dafür, in denen 27 Wohnungen für rund 65 Mieter:innen entstehen. Für 16 Menschen mit Beeinträchtigung sind acht bis zehn Wohnungen geplant. Die Wohnhäuser liegen in einer ruhigen Wohngegend, fußläufig zur Innenstadt mit zahlreichen Geschäften.

Fertigstellung der Häuser und Einzug soll Ende 2025 erfolgen. Wenn Sie sich vorstellen können, Teil eines inklusiven Miteinanders zu werden, dann können Sie sich unverbindlich auf die Interessenten-Liste setzen lassen und erhalten regelmäßig Neuigkeiten zum Wohnprojekt. Schreiben Sie hierfür eine kurze Mail an ed.drn@gnuteimrev

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Nieder-Ramstädter Diakonie oder den Informationen in leichter Sprache.