Konzeptverfahren in Wiesbaden

In Wiesbaden startet das Konzeptverfahren zum Hofgut Klarenthal.
Planungsziel ist die denkmalgerechte Sanierung, der Erhalt und der langfristige Betrieb der Anlage.

Die Konzeptverfahren startet am 27. Februar 2026.
Eine Infoveranstaltung mit Rückfragenkolloquium ist am 18. März 2026.
Die finale Abgabe ist für September 2026 anberaumt.

Weitere Informationen und Unterlagen sind auf der Website der Stadt Wiesbaden zu finden.

Die Stadt Wiesbaden informiert auf der Website auch über weitere Vergaben, wie das am 16. Februar gestartete Bauherrenauswahlverfahren zum Neuen Wohnen in Breckenheim. Planungsziel ist der Bau von Gemeinschaftsnutzungen und Wohnungen für verschiedene Zielgruppen auf einem ehemaligen Schulgelände im alten Ortskern Breckenheims. Zur Bewerbung sind Bauträger, Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften oder ähnliche Unternehmen aufgefordert. Gemeinwohlorientierte Unternehmen werden bei der Auswahl bevorzugt.

Landesberatungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen in Hessen wird verlängert

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum hat ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk für alle, die sich für gemeinschaftliches Wohnen engagieren:
Die Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen wird nach fünf erfolgreichen Jahren für mindestens zwei weitere Jahre weitergefördert! Damit würdigt die Landesregierung das große Engagement zivilgesellschaftlicher Initiativen als Schlüssel für die Wohnraumversorgung der Zukunft.

Seit ihrer Gründung ist die Landesberatungsstelle die zentrale Anlaufstelle für gemeinschaftliche Wohnprojekte in Hessen. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnten seit 2021 zahlreiche Projekte realisiert werden.
Der große Bedarf an innovativen Wohnformen zeigt sich nicht nur in der wachsenden Nachfrage, sondern auch im starken Engagement der Hessinnen und Hessen. Ein Highlight war der „Sommer der Wohnprojekte“ 2025, bei dem 70 Initiativen ihre Türen öffneten und mit Besichtigungen sowie kulturellen Veranstaltungen lebendige Nachbarschaften feierten.

Das Team der Landesberatungsstelle vom Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. bleibt weiterhin Ihr verlässlicher Partner und freut sich darauf, Sie auch in den kommenden Jahren bei Ihren Projekten in Stadt und Land zu begleiten.

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Landtag beschließt hessisches Leerstandsgesetz

Ein starkes Signal gegen spekulativen Leerstand von Wohnraum wurde mit dem Beschluss des Leerstandsgesetzes vom Landtag gesetzt.

Gemeinden mit angespannten Wohnungsmärkten erhalten mit dem Leerstandsgesetz ein wirksames Instrument, um ungerechtfertigt leerstehende Wohnungen wieder in den Wohnungsmarkt zu bringen und Spekulation mit Wohnraum zu beenden. Damit kann die erlaubte Dauer des Leerstands auf sechs Monate begrenzt werden. Wer dagegen verstößt, muss künftig mit spürbaren Sanktionen rechnen.

Wirtschafts-, Energie- und Wohnungsbauminister Kaweh Mansoori betonte: „Langfristiger Leerstand trotz Wohnraummangel ist sozial und wirtschaftlich nicht hinnehmbar. Wer Wohnraum dem Markt bewusst entzieht, während Familien, Azubis oder Pflegekräfte verzweifelt suchen, muss nun mit Konsequenzen rechnen. [...] Jede leerstehende Wohnung, die wir zurück in die Nutzung holen, ist ein Zuhause für Menschen, die dringend eines suchen.[...] Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Bezahlbare Wohnungen sind ein Grundstein für soziale Sicherheit und geben den Menschen einen festen Boden für ihre Lebensplanung."

Nach Verkündung tritt das Gesetz  in Kraft und die Kommunen können unmittelbar beginnen, eigene Leerstandssatzungen zu erlassen und so Bestandswohnraum besser schützen und damit der Wohnraumknappheit entgegenwirken.

Zur Pressemitteilung des HMWVW

 

Land Hessen startet Bauland-Offensive 2.0

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum (HMWVW) startet das neue Förderprogramm „Bauland-Offensive Hessen 2.0“ (BOH 2.0). Ziel ist es, Städte und Gemeinden mit besonderem Wohnraumbedarf wirkungsvoll bei der Entwicklung von Bauland zu unterstützen. Das Programm fördert die Erstellung von Machbarkeitsstudien und die professionelle Begleitung von Vergabeverfahren, um die Schaffung von zusätzlichen und bezahlbaren Wohnungen zu beschleunigen. Antragsberechtigt sind hessische Städte und Gemeinden mit einem angespannten Wohnungsmarkt, Partnerkommunen des Großen Frankfurter Bogens sowie Mittel- und Oberzentren gemäß dem Landesentwicklungsplan.

Gefördert wird die externe Untersuchung von potenziellen Bauflächen in Machbarkeitsstudien. Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal 50.000 Euro für Machbarkeitsstudien. Außerdem erhalten Kommunen Unterstützung bei der Vergabe der Beauftragung für die Flächenentwicklung, beispielsweise durch Entwicklungsträger. Die Förderung deckt die fachliche und juristische Begleitung des Vergabeverfahrens ab und beträgt bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal 75.000 Euro für Vergabeverfahren.
Anträge können ab sofort online beim HMWVW gestellt werden.

Um das neue Förderangebot detailliert vorzustellen, lädt das Ministerium Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Fachebenen zu drei kostenfreien Informationsveranstaltungen im November ein.
Die genauen Termine und weitere Informationen finden Sie hier.

Zur Pressemitteilung und weiteren Informationen

Bundesweiter Arbeitskreis Kirchenliegenschaften gegründet

Frisch gegründet wurde der AK Kirchenliegenschaften unter dem Dach des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung. Er hat zum Ziel, einen bundesweiten Austausch zu ermöglichen und Strategien zu entwickeln: Wie können geeignete Liegenschaften der Kirche langfristig in eine gemeinwohlorientierte Nutzung übergehen, von der alle Beteiligten profitieren?

Federführend mit dabei ist Birgit Kasper von der Landesberatungsstelle und 2. Vorstandsvorsitzende des FORUM, die bereits gesammelte Erfahrungen aus Frankfurt und Hessen in den bundesweiten Austausch einbringen wird.

Ein erstes Online-Treffen wird am 10.11.2025 stattfinden. Wer sich für das Thema interessiert und sich in den bundesweiten Arbeitskreis einbringen mag, kann sich unter ed.ve-wgf@netfahcsnegeilnehcrik melden.

 

Gründung des Netzwerk Nordhessen für gemeinschaftliches Wohnen e.V.

Das Netzwerk Nordhessen für gemeinschaftliches Wohnen e.V. (NeNo) geht aus dem „Arbeitskreis gemeinschaftlich Wohnen Kassel“ hervor, der sich bereits seit vielen Jahren mit der Thematik beschäftigt. Gemeinsam mit neuen Mitstreiter:innen aus dem Umland von Kassel hat der AK Gemeinschaftlich Wohnen Mitte Juli den Verein „Netzwerk Nordhessen gemeinschaftlich Wohnen e.V.“ gegründet.

NeNo wurde gegründet um die bereits existierenden Wohnprojekte und -initiativen in Nordhessen bekannter und sichtbarer zu machen und um neue Interessierte sowie bestehende Wohninitiativen dabei zu unterstützten, weitere Wohnprojekte zu gründen.

Weitere Informationen

 

Rückblick auf die Frankfurter Infobörse

Am 20. September 2025 fand die Infobörse bei strahlendem Spätsommerwetter zum 19. Male statt. Anlässlich des 20-jährigen Vereinsjubiläums des Netzwerks gab das Bühnenprogramm einen Überblick über die Entwicklung des gemeinschaftlichen Wohnens in Frankfurt – gestern, heute und morgen. Eine Ausstellung zeigte Plakate aus dem Archiv des Netzwerks sowie eine Bildershow der rund 30 realisierten Wohnprojekte in Frankfurt.

Die fast 400 Besucherinnen und Besucher tauschten sich an 38 Infoständen mit angehenden Wohninitiativen sowie realisierten Projekten aus Frankfurt und mit zahlreichen Ausstellenden aus der Region aus und hatten die Möglichkeit, mit Banken, Stiftungen, städtischen Ämtern und weiteren unterstützenden Institutionen Kontakte zu knüpfen. 

Auch die Hessenschau interessierte sich für die Infobörse und brachte am Abend der Infobörse einen ausführlichen Fernsehbeitrag.

Zum Hessenschau-Beitrag

Zum Foto-Rückblick

Zu den Meilensteinen

Zum FAZ-Artikel

Zum Infobörsen-Interview in Radio-x

Die Frankfurter Informationsbörse für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen wird vom Netzwerk gemeinsam mit dem Amt für Wohnungswesen organisiert. Die nächste Infobörse findet im Herbst 2026 statt.

Aus- und Weiterbildung zum|zur Wohnprojektberater:in

Die Stiftung trias bietet eine spezifische Aus- und Weiterbildung zum|zur Wohnprojektberater:in an.

Die Ausbildung möchte sowohl den noch bestehenden Mangel an kompetenten und professionellen Wohnprojektberater:innen beheben, als auch das Berufsbild der Wohnprojektberater:in professionalisieren.

Die Ausbildung setzt sich aus vier relevanten Themenschwerpunkten zusammen. Dazu gehören die Gestaltung und Moderation von Gruppenprozessen, Kenntnisse zu den relevanten Rechtsformkonstruktionen, zu architektonischen und baulichen Themen, wie auch zur Immobilienbewirtschaftung und Finanzkonzepten.

Der Lehrgang ist in 8 Module unterteilt und findet im Zeitraum von Ende November 2025 bis Januar 2027 in Berlin statt.

Informationen zu Kosten, Terminen und Anmeldung

 

Zum Hören und Lesen

Podcasts

Am 22. Juli widmete sich der Podcast von hr info Der Tag der Frage "Könnte gemeinschaftliches Wohnen ein Teil der Lösung sein – für die Wohnkrise unserer Zeit?" Im Gespräch sind Birgit Kasper vom Netzwerk Gemeinschaftliches Wohnen Frankfurt, Fabian Jellonnek vom Gemeinschaftlichen Wohnprojekt Kolle,  die Architektin Maren Harnack von der Frankfurt University of Applied Sciences und der Stadtforscher Sebastian Schipper von der Frankfurter Goethe-Universität.
Hier geht es zum Podcast.

Im Schrot&Korn-Podcast „Weltretter Bio?“ ist eine Bewohnerin des Projekts WohnArt 3 aus Darmstadt zu Gast. Sie ist gemeinsam mit ihrer Familie das gemeinschaftliche Wohnprojekt eingezogen und erzählt den Podcast-Hosts, wie sie das Leben dort empfindet.
Hier geht es zum Podcast.

Im Januar startete die zweite Staffel des Podcasts Zukunftsorte. Im Podcast geht es um gute Visionen für ländliche Räume, große und kleine bürokratische Herausforderungen und kooperatives Miteinander – in der zweiten Staffel aus Sicht der Verwaltungen.
Hier gelangen Sie zum Podcast.

Publikationen

"Gemeinschaftliches Wohnen zur Miete" heißt eine neue Publikation der Stiftung trias in Zusammenarbeit mit dem bundesweiten AK Gemeinschaftliches Wohnen zur Miete im FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., an der  auch Mitarbeitende des Netzwerks beteiligt waren. Zum Download der Publikation

Das FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. hat in Kooperation mit dem Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V. die Broschüre "Dachstrukturen für gemeinschaftliche Wohnprojekte, sorgende Gemeinschaften und soziale Träger" herausgebracht. Neben bewährten Praxisbeispielen wie Dachgenossenschaften für Wohnprojekte fanden auch neue Entwicklungen und Ideen für gemeinsame Organisationen und Netzwerke Eingang in das Heft.
Download der Publikation

Das von der Wüstenrot Stiftung und der Hochschule für Technik Stuttgart herausgegebene Buch "Leben vor der Stadt. Einfamilienhäuser als Möglichkeitsräume" lädt mit konkreten Beispielen und zukunftsweisenden Ideen Kommunen, Planer:innen, Architekt:innen und Bewohner:innen ein, das Einfamilienhaus(quartier) als lebendigen Möglichkeitsraum neu zu denken.
Zum Download

Das ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung aus Dortmund wirft in seiner Publikationsreihe TRENDS einen Blick auf die sozialen, ökonomischen, ökologischen und wohnungspolitischen Mehrwerte, die von gemeinschaftlichen Bau- und Wohnprojekten ausgehen.
Den ILS-TRENDS 01/25 – Die neue Lust am Teilen: Gemeinschaftliche Bau- und Wohnprojekte – können Sie hier herunterladen.

In ihrer Veröffentlichung "StadtTeilen. Neue Praktiken gemeinschaftlicher Nutzung urbaner Räume" liefern Floris Bernhardt et al. Denkanstöße für Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Initiativen und Wohnungsunternehmen.
Das im transcript-Verlag erschienene Buch können Sie hier als digitale Version herunterladen.

Eva Stützel hat das Ökodorf Sieben Linden in Beetzendorf mit aufgebaut, und begleitet und berät seit über 20 Jahren andere Projekte in ihren Prozessen. Aus dieser Erfahrung hat sie den Gemeinschaftskompass entwickelt und Bücher geschrieben. Ihr neues Buch "Macht voll verändern. Rang und Privilegien in  »hierarchiefreien« Projekten" kann unter diesem Link bestellt werden.

Wer über Untermiete, Umbau und gemeinschaftliches Wohnen in den eigenen vier Wänden nachdenkt, findet bei der Grünen Liga eine praktische Handreichung zu diesem Thema.
Hier können Sie die Handreichung herunterladen.

Jedes neu gegründete Wohnprojekt braucht ein passendes Konzept zur Finanzierung. Hier lohnt es sich, früh anzufangen und sich einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zu verschaffen.
Die Stiftung trias hat viele wichtige Informationen auf ihrem Wohnprojekte-Portal bereitgestellt - hier gelangen Sie direkt zum Thema Finanzierung.

Gibt es einen ehrlichen Makler? In der chrismon-Kolumne "Wohnlage" stellt Robin Mohr von der Genossenschaftlichen Immobilienagentur GIMA in Frankfurt vor, wie zum Verkauf stehende Häuser gemeinwohlorientiert an neue Besitzer vermittelt werden, damit die Mieter dort wohnen bleiben können.
Hier gelangen Sie zur Kolumne.

Ende Januar stellte die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Klara Geywitz, die "Handlungsstrategie Leerstandsaktivierung" vor, die darauf abzielt, leerstehenden Wohnraum wieder nutzbar zu machen.
Die Handlungsstrategie können Sie hier herunterladen.

Zum Maßnahmenpaket gehört auch die neue Plattform „Potenzial Leerstand“, die sukzessive geeignete rechtliche und finanzielle Hilfen sowie Praxisbeispiele zur Reduzierung von Wohnungsleerstand aufzeigen soll und sich an Kommunen, Regionalplaner:innen und Akteur:innen der Wohnungswirtschaft richtet.
Hier gelangen Sie zur Plattform.

 

Wir wünschen viel Freude beim Lesen und Hören!

 

Erfolgreiches Förderprogramm "Starkes Dorf" von Landesregierung ausgebaut

Das seit 7 Jahren bestehende Förderprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit!” wurde zu „Starkes Dorf+“ von der Landesregierung weiterentwickelt.

Mit dem Förderprogramm „STARKES DORF+“ werden Projekte und damit verbundene Prozesse in den ländlichen Räumen Hessens unterstützt, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Miteinander stärken sowie die Lebens- und Aufenthaltsqualität dörflicher Zentren verbessern. Es sollen Orte bewahrt oder geschaffen werden, die einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten.

Das Förderprogramm umfasst drei Förderansätze, die in verschiedenen Stadien des Prozesses einer Projektplanung und Projektumsetzung wirken:

Neu im Förderprogramm ist die Gründung von Bürgergenossenschaften, sofern sie ein Angebot erbringen, das über den Mitgliederkreis hinausgeht und als Gemeingut den Bürgerinnen und Bürgern im lokalen Nahraum zur Verfügung steht.

Initiativen können jährlich je Förderansatz eine Förderung in Höhe von 1.000 Euro bis max. 7.500 Euro erhalten, wobei auch in mehreren Förderansätzen Anträge eingereicht werden können. Dabei ist ein Eigenanteil von zehn Prozent des Gesamtprojektvolumens zu tragen. Antragsberechtigt sind Personengruppen, die sich als Initiative zusammengefunden haben (z. B. als Gesellschaften bürgerschaftlichen Rechts, Stiftungen, Vereine) und in ländlichen Räumen Hessens gemeinwohlorientiert tätig werden wollen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zur Antragstellung

Förderrichtlinie "Starkes Dorf+"

Merkblatt zur Förderrichtlinie